Bereits während der Schwangerschaft haben Sie mit Ihrer Nahrungsaufnahme sich und Ihr Baby versorgt. Auch nach der Geburt wird ihr Baby weiterhin durch Sie ernährt. Und zwar besser, als es auf andere Weise überhaupt möglich wäre. Wie wir gesehen haben, bietet die Muttermilch Ihrem Kleinen alles, was es zum Leben und für eine perfekte Entwicklung so braucht. Damit Sie beim Stillen aber nicht Ihre eigenen Reserven angreifen, ist es aber weiterhin sehr wichtig, dass Sie sich bestmöglich ernähren! Hier ein kleiner Merkzettel für Ihren Speiseplan:
Getreideprodukte sind eine reichhaltige Quelle für komplexe Kohlenhydrate, in Pflanzen enthaltenes Kalzium, Vitamine der Gruppe B und Mineralstoffe, wie z. B. Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer.
Milchprodukte sind reich an Kalzium: Da Ihr Bedarf daran während der Stillzeit besonders drastisch steigt, gehören Milchprodukte unbedingt auf Ihren täglichen Speiseplan.
Fleisch liefert große Mengen an Proteinen und außerdem gut absorbierbares Eisen, Zink und Kupfer. Die beste Wahl sind mageres Fleisch und fettarme Wurstsorten.
Essen Sie mindestens ein- bis zweimal pro Woche Fisch. Der ist nämlich reich an essenziellen ungesättigten Fettsäuren und Jod. Außerdem enthält Fisch Vitamine der Gruppe B und Vitamin A und E.
Eier liefern Kalzium von hohem biologischem Wert und enthalten eine ganze Bandbreite von Mineralstoffen wie Eisen, Phosphor, Schwefel, Kupfer, Zink und andere Spurenelemente sowie Vitamine der Gruppe B und Vitamin A, D, E und K.
Zur Vorbereitung von Mahlzeiten empfehlen sich die pflanzlichen Äquivalenten zu tierischen Fetten: Zum Beispiel Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Traubenkernöl, die reich sind an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin A, D, E und K.
Gemüse ist eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Es gehört also definitiv zu einem Muss der täglichen Nahrung. Sie können Gemüse als Salat zubereiten oder kochen – gerade gekochtes Gemüse wird nämlich besser verdaut und verursacht seltener Allergien. Am wenigsten allergen sind übrigens Rote Bete, Karotten, Kartoffeln und Kürbisse.
Obst ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und enthält eine Reihe anderer Spurenelemente, die der Gesundheit förderlich sind (wie z. B. Flavonoide). Zum Obst, das zu Beginn der Stillzeit empfohlen wird, gehören zum Beispiel Äpfel, Aprikosen, Bananen und Himbeeren.
Ihr Körper hat jetzt einen deutlich größeren Flüssigkeitsbedarf. Kein Wunder: Er produziert täglich etwa 800 ml Muttermilch – und über 87% dieser Milch bestehen aus Wasser. Darum ist auch das, was Sie trinken, so wichtig für Mami & Baby! Am besten mindestens 1,5 Liter mineralstoffarmes stilles Wasser täglich, zum Beispiel das natürliche Mineralwasser Volvic naturelle.
Mit der Zeit können Sie auch neue Produkte in Ihre Ernährung aufnehmen. Wenn Sie ein neues Nahrungsmittel ausprobieren, achten Sie genau auf die Reaktionen Ihres Babys. Und wenn Sie einmal unsicher sein sollten, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat!
Die meisten Babys benötigen in den ersten sechs Lebensmonaten zu ihrem Ernährungs-Glück nichts als Muttermilch. Sie versorgt als natürliche Babynahrung Ihr Kind optimal mit allem, was es für seine Entwicklung braucht. Der Nahrungsbedarf eines Babys steigt meist zwischen dem 4. und 6. Monat langsam an und kann durch die Muttermilch allein nicht mehr gedeckt werden. Das Kind benötigt jetzt einfach mehr Energie und andere Nährstoffe. Nun können Sie also beginnen, Ihrem Kind das Essen mit dem Löffelchen beizubringen. Auch neue Geschmacksstoffe und verschiedene Konsistenzen von Nahrung können jetzt entdeckt werden. Aber immer mit der Ruhe: Ihr Kind sollte sich Stück für Stück an die feste Kost gewöhnen. Sinnvoll ist deshalb die schrittweise Einführung von Beikost ab dem 5. Lebensmonat. Sollten Sie unsicher sein, welche Babynahrung wann gefüttert wird, hilft Ihnen Aptamil hier, den passenden Speiseplan für Ihr Baby im ersten Jahr zusammenzustellen: Wichtig ist, dass Sie es dabei nicht überfordern, sondern allmählich eine Speise nach der anderen einführen. Schon jetzt hat Ihr Kind seinen ganz eigenen Geschmack entwickelt und mag manche Babynahrung sicher lieber als andere.
Zu Beginn wird fürs erste eine Mahlzeit durch Brei ersetzt, die restlichen bestehen weiterhin aus Säuglingsmilch. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund empfiehlt, mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu beginnen, da dieser durch seinen Fleischanteil eine besonders eisenreiche Nahrung für Ihr Baby ist. Dieser Mineralstoff wird von Säuglingen in den ersten Monaten besonders benötigt, über die Muttermilch aber nur in geringen Mengen aufgenommen. Nach etwa sechs Monaten ist genau der richtige Moment, die Reserven Ihres Babys wieder aufzufüllen. Nach circa einem weiteren Monat kommt Abwechslung auf den Speiseplan: Von nun an kann zum Beispiel eine zweite Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzt werden. Diese Zusammensetzung ist besonders reich an Eiweiß und Calcium. Als dritter Brei einige Zeit später ist der Getreide-Obst-Brei eine gute Wahl, um die Babynahrung zu ergänzen. Weitere Informationen rund um das Thema Beikost finden Sie im Aptamil-Baby-Ernährungslexikon.
Mit der Vollendung des ersten Lebensjahres beginnt für Ihr Kind eine neue Phase seiner Ernährung: Es darf von nun an – fast – alles essen, was auf den Tisch kommt. Ihr Kind wird sich freuen, nicht mehr nur die immergleiche Babynahrung zu sich nehmen zu müssen! Um seinen kleinen Magen aber nicht zu überfordern, sollten Mamis weiterhin auf stark gezuckerte, gesalzene oder gewürzte, scharfe oder fettige Speisen verzichten. Auch stark blähende Gerichte wie Kohl und Bohnen sollten vorerst nicht gefüttert werden.
Auch nach dem Absetzen der Babynahrung ist es wichtig, weiterhin bei fünf Mahlzeiten pro Tag zu bleiben. Die Hauptrolle spielen natürlich Frühstück, Mittagessen und Abendessen, weil Ihr Kind so an einen regulären Rhythmus gewöhnt wird. Vormittags und nachmittags sind zudem kleine Zwischenmahlzeiten ideal. Besonders geeignet sind hierfür: Obst, rohes Gemüse, Obstgläschen. Von Zeit zu Zeit können Sie dem Kind ruhig einen Keks zwischendurch geben, solange das die Ausnahme bleibt. Obst ist schließlich genauso süß, dabei aber reich an Vitaminen und somit viel gesünder.