Zähneputzen für Anfänger
Babys - Wichtig für mein Kind

Die Sache mit dem Karies

Mit den ersten Zähnen ist auch Karies leider gleich ein Thema. Hier ein paar Tipps zur frühzeitigen Vorbeugung:

  • Bringen Sie Ihrem Kind bei, nach jedem Essen die Zähne zu putzen, besonders aber vor dem Schlafengehen.
  • Die Zeit zum Putzen kommt schon mit dem ersten Zahn!
    Spezielle Babyzahnbürsten gibt es im Handel.
  • Natürlich: Den regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt nicht vergessen!
  • Thema süße Getränke: Die sollten nicht zu häufig ins Fläschchen!
  • Ein ganz wichtiger Faktor für die Gesundheit im Mundraum
    ist die richtige und ausgewogene Ernährung.
 

Warum ist der Schnuller wichtig?

Schon im Mutterleib lutscht Ihr Baby am Daumen und probt so für den Ernstfall. Jedes Kind besitzt einen angeborenen Saugreflex,
den es später für das Saugen an der Mutterbrust braucht. Das Nuckeln am Daumen erfüllt aber noch einen anderen Zweck: es beruhigt!

Und wann sollte sich mein Baby von ihm trennen?

Beobachten Sie Ihr Kind einmal, wenn es aufgeregt ist und einen Schnuller im Mund hat – es nuckelt dann schneller als sonst.
Sein Lieblingsteddy hat übrigens die gleiche Funktion – er gibt Ihrem Kind Sicherheit. Das ständige Nuckeln an Dingen hat aber auch Nachteile: Nuckelflaschen mit gesüßten Getränken können schnell zu Karies führen. Außerdem hat das ständige Saugen häufig Kieferfehlstellungen zur Folge: Durch den einseitigen Druck schiebt sich der Kiefer nach vorne, was die Zähne schief wachsen lässt.
Viele Kinder haben sich aber so sehr daran gewöhnt, einen Schnuller oder Daumen ständig im Mund zu haben, dass ihnen die Entwöhnung sehr schwer fällt. Am bersten gewöhnen Sie Ihr Kind früh daran, nur den Schnuller in den Mund zu stecken, nicht aber den Daumen. Der Schnuller hat nämlich den entscheidenden Vorteil, dass er beizeiten entsorgt werden kann.
Am besten im Rahmen einer Zeremonie, in der er feierlich verabschiedet wird. Wie Sie dieses Ritual genau gestalten, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass Sie die Sache ernst nehmen und Ihrem Kind die Möglichkeit geben sich selbstständig von seinem Schnuller zu trennen.

Ein Schnuller beruhigt! - Aber der Daumen sollte tabu sein

Wann kommen die ersten Zähne?

Schon einige Wochen bevor das erste Zähnchen durchbricht, werden Sie bei Ihrem Kleinen bemerken, dass es sich öfter mit den Fingern in den Mund greift. Es wird darauf herumbeißen und verstärkt Speichel produzieren. Das sind eindeutige Anzeichen, dass der Zahnungsprozess nun auf Hochtouren läuft. Bereits im 6. Monat brechen bei einigen Kindern die ersten Zähnchen durch, meistens macht einer der unteren Schneidezähne den Anfang. Keine Sorge, wenn Ihr Kind nicht zu diesen Frühzahnern gehört. Die meisten Kinder bekommen ihre ersten Zähne mit etwa 8 Monaten. Der erste Zahn ist dann natürlich ein Grund zur Freude.
Das heißt aber auch, dass Sie – und Ihr Kind – von nun an verstärkt auf die kindliche Mundhygiene achten müssen.
Für die Kariesprophylaxe ist die richtige Ernährung genauso wichtig. Die beste Grundlage für eine optimale Entwicklung und eine gute Mundflora Ihres Kindes bilden ausgewogene Mahlzeiten!

Ist Karies ein Thema?

Eine Karieserkrankung ist wie wir alle wissen nicht selten und gilt als die am weitesten verbreitete Erkrankung des Gebisses.
Sie kommt in allen Ländern vor und ist bei Kindern und Jugendlichen die Hauptursache für Zahnverlust. Immer häufiger sind schon die Milchzähne von Zweijährigen betroffen. Als wesentliche Ursache hierfür sehen Mediziner das vermehrte Trinken von zuckerhaltigen Getränken wie Tees, Fruchtsäften und gesüßten Limonaden, die den Kindern in die Nuckelflasche gefüllt werden. Besonders gefährlich: Der Kariesbefall breitet sich oft beginnend mit den oberen Milchschneidezähnen über den gesamten Mundbereich aus.
Verantwortlich für eine Karieserkrankung sind oft mehrere Gründe, die gerne auch gleichzeitig auftreten: Die Anfälligkeit des Zahns, sich zersetzende Kohlenhydrate und Bakterien.
Im Laufe der Zeit haben diese Faktoren meistens immer dieselbe, sehr unschöne Folge:
In den Zähnen entstehen Löcher. Vermeiden lässt sich das durch eine Kariesprophylaxe, die die Säurebildung vermindert und die Widerstandskraft des Zahnschmelzes erhöht. Regelmäßiges Zähneputzen, die richtige Menge Fluor und eine angemessene, nicht zu zuckerreiche Ernährung – schon ist Schluss mit Karies!

Achtung Zucker! - Tee lieber angesüßt


 
 
 
Fragen an Expertin Hebamme Antje Völsch