Mamis - Wichtig für mich

Muss ich jetzt für zwei essen?

Obwohl junge Eltern heute eine Menge über gesunde Ernährung wissen, herrscht oft noch der Irrglaube, eine werdende Mami müsse für zwei essen. Klingt logisch: Das heranwachsende Baby braucht gigantische Kalorienmengen, darum sind auch Heißhungerattacken erlaubt. Ist aber völlig verkehrt: Tatsächlich beträgt der Mehrbedarf an Kalorien nämlich pro Tag nur ca. 300 kcal, was gerade mal einer kleinen Mahlzeit entspricht. Mamis, die sich während der Schwangerschaft sehr kalorienreich ernähren, behalten häufig auch nach der Schwangerschaft das zusätzliche Gewicht und bekommen die Extra-Pfunde nur schwer wieder los. Ein Augenmerk auf die Ernährung hilft: Am besten planen Sie, was Sie wann essen. Und bei plötzlichen Heißhungerattacken helfen schon 1-2 Gläser natürliches Mineralwasser, zum Beispiel Volvic naturelle.

Wie esse ich ausgewogen?

Während Ihrer Schwangerschaft geht es nicht darum, mehr zu essen, sondern einfach besser. Achten Sie also stärker auf die Qualität und Unbedenklichkeit aller Lebensmittel und Getränke, die Sie zu sich nehmen. Ihre Ernährung sollte ausgewogen sein und alle Nährstoffe enthalten, die Ihr Baby für seine Entwicklung braucht. Obst und Gemüse versorgen Sie beide mit dem Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralien. Getreideprodukte (z. B. Vollkornbrot, Nudeln, Reis und Hafer) sind tolle Quellen für Kohlehydrate, Vitamin B, Magnesium und bestimmte Mengen an Eisen und Zink. Milchprodukte (z.B. Joghurt, Quark und Käse) enthalten nicht nur Kalzium, sondern sind auch reich an Proteinen. Große Mengen davon finden sich auch in Eiern, Geflügel oder fettarmem Fleisch, die dazu noch Zink, leicht resorbierbares Eisen und Vitamin B liefern. Fisch einmal pro Woche ist eine gute Idee: Gerade Meeresfische, besondere die fettreichen Sorten, enthalten essenzielle ungesättigte Fettsäuren, ein sehr gesundes Fett. Dazu gibt es auch noch reichlich Jod und gesunde Proteine.

Nicht warten bis der Durst kommt!

Während Ihrer Schwangerschaft ist besonders wichtig, was und wie viel Sie trinken. Werdende Mamis trinken oft zu wenig und riskieren eine Dehydrierung: Und so etwas kann das reibungslose Funktionieren Ihres Körpers beeinträchtigen, Ihre Leistungsfähigkeit sowie Ihre geistige Gesundheit schwächen. Dehydrierung kann auch schuld sein an Schlafstörungen, Reizbarkeit und übermäßiger Müdigkeit. Um dieses Risiko zu vermeiden, sollten Sie pro Tag ausreichend trinken. Die Richtwerte hierzu variieren, aber eine Trinkempfehlung von 1,5-2 Liter ist für nicht-schwangere Frauen allgemein anerkannt. In der Schwangerschaft steigt der tägliche Wasserbedarf nochmal um 300 ml. Während der Stillzeit besteht sogar ein Mehrbedarf von 600-800 ml pro Tag – der Körper muss schließlich den Wasserverlust kompensieren, der durch die Milchbildung entsteht. In jedem Fall eine gute Wahl ist ein natürliches Mineralwasser wie z. B. Volvic naturelle.

Weniger, dafür häufiger

Wenn Sie bisher nur 2-3 große Mahlzeiten eingenommen haben, wird es langsam Zeit, Ihre Gewohnheiten zu ändern. Ihr Baby benötigt nämlich eine kontinuierliche und regelmäßige Versorgung. Bei leerem Magen sinkt Ihr Blutzuckerspiegel und Sie fühlen sich schwach oder übermäßig müde. Also: Gönnen Sie sich ein reichhaltiges Frühstück. Und lassen Sie danach die Abstände zwischen den Mahlzeiten nicht zu groß werden, sondern essen Sie regelmäßig kleine Portionen – ruhig 5-6 Mal am Tag. Das ist ein sicheres Mittel gegen Heißhungerattacken!

Müdigkeit? Kopfschmerzen? Vielleicht ist der Wassermangel schuld!
 

Das sollte ich bei der Ernährung vermeiden:

  • Fettreiches, frittiertes und sehr scharfes Essen – es reizt und belastet Ihr Verdauungssystem und kann zu Verstopfung oder Sodbrennen führen.
  • Rohes oder blutiges Fleisch – das kann den Krankheitserreger Toxoplasma gondii enthalten, der extrem gefährlich für Ihr Baby ist.
  • Alkohol – selbst in kleinen Dosen kann Alkoholgenuss bei Ihrem Baby zu Schädigungen an Gehirn und Nervensystem führen. Denken Sie daran: Jede auch noch so geringe Menge wird von ihm mitkonsumiert.
  • Große Portionen Leber – obwohl eine exzellente Quelle für Vitamin A, kann Leber sich negativ auf den Fötus auswirken.
  • Rohe Meeresfrüchte und rohen Fisch – hier können sich Bakterien, Parasiten und Schwermetalle verstecken, die ebenfalls schädlich für Ihr Baby sind.
  • Rohmilchkäse und andere Produkte aus nicht-pasteurisierter Milch – sie können mit gefährlichen Bakterien verunreinigt sein.
  • Rohe Eier – hier besteht die Gefahr von Salmonellen. Vergessen Sie auch nicht die vielen Lebensmittel, in denen sich rohe Eier verstecken können, Majonäse zum Beispiel!

Essen vor der Geburt

In der Vergangenheit, als ungeplante Kaiserschnitte noch in Vollnarkose durchgeführt wurden, durften Mamis Stunden vor der Geburt weder trinken noch essen. Diese Praxis besteht heute zum Glück nicht mehr – und es gibt auch keinen medizinischen Grund, sie aufrechtzuerhalten. Sie können also auch am Tag der Geburt ruhig nach leichten Mahlzeiten und Getränken fragen, wenn Sie Lust darauf haben.



Tolle Sache: Der Babytimer begleitet werdende Mamis Woche für Woche durch die Schwangerschaft.

 
 
 
Fragen an Expertin Hebamme Antje Völsch