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Wunder Po

15. Februar 2012
 

Liebe Mamis,

Babys Haut ist empfindlich. Durch das ständige Windel tragen, das ewig feuchte Klima, häufigen Stuhlgang und auch die Ernährung der Mutter, wenn sie stillt, ist die Haut Belastungen ausgesetzt.

Beim Wickeln sollte man zur Reinigung der Haut idealerweise warmes Wasser oder wenigstens sanfte, parfümfreie Feuchttücher benutzen. Danach sollte die Haut kurz die Möglichkeit haben zu trocknen (dabei freut Ihr Baby sich sehr über eine Wärmelampe über dem Wickeltisch).

Der Windelbereich wird nicht automatisch eingecremt; nur, wenn die Haut gerötet, gereizt oder wund ist, sollte eine Wundschutzcreme zum Einsatz kommen. Nach meiner Erfahrung gibt es nicht die eine Allheilcreme. Probieren Sie ein Produkt aus, bei jedem Wickeln kommt jetzt eine dünne Schicht Wundschutzcreme auf die Haut, sollte der Zustand nach einem Tag nicht deutlich besser sein, müssen Sie eine andere Creme benutzen.

Vorsicht ist geboten bei Präparaten, die gleichzeitig gegen Windelsoor wirken, nicht jedes Wundsein hat mit einem Soor (Pilz) zu tun und man sollte sein Pulver nicht verschießen, bevor man tatsächlich vor dem Problem steht. Den Unterschied zu erkennen, hilft Ihnen Ihre Hebamme oder der Kinderarzt.

Der gute alte Puder hat heute ausgedient. In Kombination mit Creme bildet er unangenehm reibende Kügelchen und die Gefahr des Einatmens durch das Baby ist relativ groß.

Manch stillende Mutter muss extrem auf ihre Ernährung achten, schon ein kleines Glas Orangensaft o.ä. sorgt dafür, dass das Baby einen wunden Po bekommt. Hier gilt: ausprobieren. Sie können nur über Tests herausfinden, wie Ihr Baby gestrickt ist.

Wenn ein Kind trotz aller Versuche wund ist und bleibt, kann man noch in die Trickkiste greifen, manchmal helfen Rotlicht, Heilwolle, Seideneinlagen, Muttermilch oder die Reste Ihrer Brustwarzencreme vom Stillbeginn – fragen Sie Ihre Hebamme, sie wird eine Idee nach der anderen aus ihrer Tasche zaubern.

Liebe Grüße von Antje Völsch


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