Ich bin in der schwierigen Situation dass ich quasi 2 Babys habe die gerade mal 12 Monate auseinander sind. Es hat über 3 Monate gedauert bis ich Kind Nr. 1 Kind Nr. 2 und Haushalt unter Kontrolle hatte. Zuvor wurde immer eines vernachlässigt. Das Problem dabei: Lässt man den Haushalt nur 1x liegen, häuft sich die Arbeit derartig an, dass man am nächsten Tag kaum noch nach kommt. Die 2. Option die Aufmerksamkeit des Kind oder der Kinder zu vernachlässigen kommt natürlich auch nicht in Frage. Nun habe ich folgendes gelernt:
Überwindet man sich und nimmt sich genügend Zeit für die Kinder, sind diese wesentlich ausgeglichener, sodass man hinterher schneller und effizienter arbeiten kann. Will man zunächst aber den Haushalt erledigt haben, leiden die Kinder und die Arbeit zieht sich hin und nimmt kein Ende. Daher empehle ich folgendes:
Kinder, die bereits laufen können und einfache Befehle verstehen, in die Arbeit mit integrieren. Meine Große (18 Monate) hilft mir den ganzen Tag bei der Arbeit und ist dabei überglücklich, auch wenn alles länger dauert als es sein müsste. Das ist es mir wert! Sie kann die Geschirrspülmaschine ausräumen, helfen beim Wäsche waschen, aufräumen, indem man ihr Dinge in die Hand gibt und sagt wo sie hin kommen, die kleine Schwester wickeln, etc.
Ich nehme mir außerdem rund alle 30 min (je nach dem) ca. 15 Min. Zeit abwechselnd für die Große, dann die Kleine, dann für beide zusammen, in der ich mich nur auf die Kinder konzentriere und mich von nichts Unwichtigem ablenken lasse. Ich kann garantieren es hört sich nach wesentlich mehr Aufwand an, als es ist, denn wenn die Kinder ausgeglichen sind, geht die Arbeit ruck zuck voran und vor allem gibt es - zumindest bei uns - kein Geschrei wenn sie schlafen gelegt werden. Das finde ich noch immer äußerst interessant; an Tagen, wenn sie wenig Aufmerksamkeit bekommen, funktioniert das Zubettbringen nicht so sonderlich gut. An anderen Tagen, wenn ihnen viel Zuwenudng zuteil wurde, funktioniert es hingegen einwandfrei.
Aber es gehört auch dazu (zumindest wenn man wie ich, 2 Babys hat) von einem Haushalt, der früher mal "geschleckt" war abzusehen und sich an einen "Kinderhaushalt" zu gewöhnen, der zwar sauber und weitestgehend ordentlich ist, aber eben nicht mehr so penibel geführt wird, wie er früher einmal war. Diese Erkenntnis hat sogar noch länger auf sich warten lassen als die o.g. 3 Monate. Aber man kann sich damit abfinden und trotzdem wohl fühlen.
Kurzum: Werden die Kinder nicht hinter den Haushalt gestellt, sondern dürfen immer wieder mal ganz intensiv die Zuneigung der Mutter oder des Vaters verspüren, sind die Kinder so glücklich und zufrieden, dass am Ende doch alles einfacher wird.











Kommentare