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Vegetarische Schwangerschaft

05. Oktober 2010
 

Für Vegetarierinnen ist es besonders wichtig, in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Der Verzicht auf tierische Lebensmittel birgt die Gefahr einer Mangelversorgung für verschiedene Nährstoffe. Je mehr Lebensmittelgruppen weggelassen werden, desto größer ist das Risiko. Der Verzicht auf Fleisch, lässt die Versorgung mit Vitamin A, Folsäure, Eisen und Zink schwieriger werden. Folsäure sollte auf jeden Fall in der Schwangerschaft zusätzlich eingenommen werden – egal ob Sie Vegetarierin sind oder „Allesesser“.  Durch den erhöhten Bedarf an Eisen in der Schwangerschaft, ist auf dieses Mineral besonders acht zu geben. Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut. Haferflocken, Hirse, Linsen und Hülsenfrüchten sind gute pflanzliche Eisenquellen, aber auch verschiedene Gemüse wie die Rote Bete und Mangold. Die Aufnahme des Eisens aus Pflanzen ist schlechter als die aus Fleisch, kann aber durch die Kombination mit Vitamin-C-reichem Obst (Orangen) und Gemüse(Paprika) verbessert werden.

Durch den Verzicht auf Fisch, fehlt die beste Quelle für Jod und Omega-3-Fettsäuren. Diese sind wichtig für die Entwicklung des Nerven -und Immunsystems. Daher sollte täglich auf jodiertes Speisesalz (kein Meersalz!) zurückgegriffen werden. Gute Quellen für pflanzliche Omega-3-Fettsäuren sind Rapsöl, Leinöl und Walnüsse.

Schwangere, die auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier verzichten, haben ein großes Risiko für eine Mangelernährung, so dass man in Schwangerschaft und Stillzeit dringend davon abraten muss.

Falls Sie sich wegen Ihrer Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben nicht sicher sind, ob Ihre Auswahl bedarfsdeckend ist, holen Sie sich Rat bei Ihrer Gynäkologin oder einer Ernährungsfachkraft.

 


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