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Umstellung auf Familienkost leicht gemacht

08. November 2010
 

Irgendwann kommt der Moment, in dem Ihr Nachwuchs das Gläschen ablehnt oder es einfach Zeit wird, auf die Familienkost umzustellen.

Nach circa einem Jahr, wenn große Geschwister da sind oft schon früher, ist die richtige Zeit gekommen. Denn Ihr Kleines möchte essen was die große Schwester bzw. der große Bruder isst. Da können Sie als Mama das Gläschen anbieten, der Nachwuchs wird so lange meckern, bis er das bekommt, was auch das Geschwisterchen hat.

Die Umstellung auf die Familienkost erfolgt nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Wenn Ihr Kind schon gut kaut oder früh viele Zähnchen hat, wird es vielleicht schneller gehen. Eigentlich kann Ihr Nachwuchs jetzt alles mitessen, was Sie essen. Allerdings sollten Sie in der ersten Zeit auf starkes Würzen mit Salz und Pfeffer oder auch anderen Gewürzes verzichten. Warum? Ihr Nachwuchs ist es einfach nicht gewohnt und wird z.B. eine scharfe Mahlzeit ablehnen. Lassen Sie gegebenenfalls die anderen Familienmitglieder nachwürzen.

Anstelle des Gemüse-Kartoffel-Breis kommt das Familienmittagsessen, die Milchbreimahlzeiten gehen in Frühstück und Abendbrot mit Brot, Obst, Gemüse und Milchprodukten über. Für den Getreide-Obst-Brei gibt es jetzt eine kleine Scheibe Brot und Obst. Tipp: Beim Brot die Rinde abschneiden, anfangs Toastbrot nehmen und streichfähige Wurstsorten wie Teewurst oder Frischkäse bevorzugen. Bei Obst weiches Obst wie z.B. Aprikosen oder Bananen auswählen. Obst mit Schale ist für manche Kindern am Anfang unangenehm, so dass sie es wieder ausspucken. Auch wenn noch nicht alle Zähnchen da sind, die Kauleisten sind ganz schön hart und können das ein oder andere Stück Apfel oder Wiener eigentlich schon gut meistern! Und mit der Zeit kommt auch die Übung beim Kauen.

Gut sind in der Übergangszeit Gerichte, bei denen nicht viel gekaut werden muss. Rührei, Kartoffelbrei und Spinat eignen sich besser als Kartoffeln mit Erbsen und Fleisch; Frikadellen besser als ein Steak und eine sämige Kartoffelsuppe besser als ein grüner Bohneneintopf. Ansonsten ist der Pürierstab oder Mixer der beste Freund in dieser Zeit. Wenn es nach dem Pürieren zu trocken wird, können ein Schuss Milch, Soße oder passierte Tomaten dies beheben. Nach einiger Zeit sollte allerdings der Pürierstab durch eine Gabel (zum Zerkleinern!) abgelöst werden, denn schließlich soll ja auch das Kauen geübt werden.

Viel Erfolg - Ihre Dr. Claudia Maaß

 


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