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Blähungen beim Kind – woher können sie kommen?

01. November 2010
 

Eines vorweg: Die allermeisten Babys haben zu Beginn ihres Lebens Blähungen. Diese treten vor allem in den ersten drei bis vier Monaten auf. Daher kommt auch der Name Dreimonatskoliken. Es gibt verschiedene Ursachen, die diese Blähungen hervorrufen können.

Ein Grund ist sicherlich die Tatsache, dass der Verdauungstrakt Ihres Kindes das Aufnehmen der Nahrung „noch ein bisschen üben“ muss. Je älter das Kind wird, desto besser wird in der Regel auch seine Verdauung.

Eine weitere häufige Ursache ist, dass das Kind – egal ob mit Muttermilch oder Flasche gefüttert – beim Trinken Luft mitschluckt. Um dies so gut wie möglich zu vermeiden, sollten Sie bei der Flasche darauf achten, dass Sie die richtige Schnullergröße verwenden. Vor dem Füttern sollten Sie die Flasche nicht schütteln, sondern höchstens etwas hin- und herschwenken. Sonst bildet sich zu viel Schaum.

Beim Stillen sollte der Mund Ihres Säuglings die Brustwarze gänzlich umschließen - gern auch mehr von der Brust - damit auch hier keine Luft geschluckt wird.

Denken Sie ans Bäuerchen! Geben Sie Ihrem Kind die Chance, dass die Luft aus dem Magen nach oben entweichen kann. Nach dem Trinken nehmen Sie das Kind am besten auf den Arm und tragen es herum. So hat die restlich verbliebene Luft die Möglichkeit, noch zu entweichen.

Ein Grund für Blähungen, der immer wieder genannt wird, hat sich NICHT wissenschaftlich bestätigt. Mythos: Wenn die Mutter blähende Lebensmittel isst, verursacht dies beim Kind auch Blähungen.

Diese Beobachtungen beruhen auf Einzelfallschilderungen. Es gilt hier: Probieren geht über Studieren. Als stillende Mutter müssen Sie Ihre Ernährung nicht von vornherein einschränken. Wenn Sie als Mama vermuten, dass Ihr Kind auf ein Lebensmittel mit Blähungen reagiert, lassen Sie das betreffende Lebensmittel vorerst weg. Versuchen Sie aber, es ein paar Wochen später wieder einzuführen. Denn das Verdauungssystem ihres Kindes wächst und entwickelt sich und kann diese Lebensmittelinhaltsstoffe ein wenig später vielleicht schon besser bewältigen.

Wenn starke Blähung nicht nachlassen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt und/oder Ihre betreuende Hebamme.

Herzliche Grüße - Ihre Dr. Claudia Maaß

 


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