
Stillende Mamis sollten auf alle Produkte verzichten, die bei ihrem Baby Koliken auslösen können. Aber woran erkennt man so eine Kolik? Eigentlich ganz einfach: Babys sind dann in der Regel unruhig, gereizt und weinen leicht. Außerdem fühlt sich ihr Bauch hart an.
Schuld sind vor allem Lebensmittel, die Blähungen auslösen: Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen), Kohl, Zwiebeln, Blumenkohl, Gurken oder Radieschen sollten Sie deshalb während des Stillens ganz vom Speiseplan streichen. Kochen hilft: Denn dann verdaut sich Gemüse in der Regel leichter. Verzichten sollten stillende Mamis auch auf fettreiche Saucen, auf Süßigkeiten und Kuchen in rauen Mengen, auf Chips und Snacks, Instant-Suppen und Fertiggerichte. Während des Stillens sollten Sie kohlensäurehaltige Getränke durch stilles Mineralwasser ersetzen, z. B. durch das natürliche Mineralwasser Volvic naturelle.
Koliken verschwinden in der Regel im dritten oder vierten Lebensmonat ziemlich schnell. Dann nämlich ist das Verdauungssystem ausgereift und selbstständig in der Lage, verschiedene Lebensmittel zu verdauen.

Im dritten Lebensmonat gewöhnt sich Ihr Baby immer besser an seine Umgebung. Mittlerweile versteht es genau, wann jemand bei ihm ist und wann es allein ist. Und welches Baby bleibt schon gern allein: Darum wird es in der Regel mit lautstarkem Weinen nach Gesellschaft verlangen – am liebsten natürlich von Mama oder Papa. Bemühen Sie sich darum so häufig wie möglich, diesen Wunsch zu erfüllen.
Mit diesem Monat kommt auch die Zeit des sogenannten „gesellschaftlichen Lächelns”. Das heißt, Ihr Baby beginnt nun, instinktiv und unbewusst die besondere Verbindung zu fühlen, die zu all den Personen besteht, von denen es ständig angeschaut wird. Es lächelt keine Spielsachen oder Gegenstände an. Nur Menschen, ist doch klar! Mama, Papa und die übrigen Familienmitglieder bekommen alle ein Lächeln geschenkt... So versucht das Baby erste zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Diesem Versuch sollten Sie freundlich begegnen (was Ihnen nicht schwer fallen wird): Jeder gemeinsam verbrachte Augenblick und jedes Lächeln lässt Ihr Baby nämlich spüren, wie sehr Sie sich freuen, dass es bei Ihnen ist.
Der Tag besteht für Ihr Kind jetzt nicht mehr nur aus Essen und Schlafen. Schon in dieser frühen Entwicklungsstufe zeigt es großes Interesse an der ganzen Welt. Jetzt ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Baby auch ausreichend schläft, wenn es müde ist. Wenn es wiederum fröhlich, ausgeruht und satt ist, sollten Sie sich ins Zeug legen, seine Zeit besonders abwechslungsreich zu gestalten. Allmählich kräftigen sich auch seine Muskeln. Der Nacken ist schon so stark, dass das Baby den Kopf gut gerade halten kann. Das Halten von Gegenständen funktioniert mit den Händen vielleicht noch nicht richtig. Aber je mehr das Kind etwa mit einer Rassel hantiert, desto schneller wird es die große Kunst lernen, Dinge zu greifen oder zu halten. Einige Kinder können sich in diesem Monat auch schon auf die Seite drehen. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, die Umgebung so babygerecht und spannend wie möglich zu gestalten. Der Entdeckerdrang des Babys wird wahrscheinlich erst einmal größer sein als seine Bewegungsmöglichkeiten. Aber auf jeden Fall sollten Sie der Entwicklung Ihres Kleinen in Gedanken immer einen Schritt voraus sein – es wird Sie sonst ganz schnell mit seinen neuen Fähigkeiten überraschen.
Jetzt ist genau der richtige Moment, mit dem gemeinsamen Spielen anzufangen: Schaukeln, mit der Rassel spielen, Sprechen, Märchen vorlesen… Zu früh ist es dafür bestimmt nicht! Denn das alles stimuliert Ihr Baby ideal für seine weitere Entwicklung. Eine Riesenfreude ist das Spielen mit der Rassel. Aber auch eine bunte Bettwäsche oder das Muster auf der Tapete zu betrachten, kann zur Riesenshow werden!
Schon im dritten Lebensmonat können Babys ihren Mamis wunderbar zeigen, wie sehr sie sich über ihre Gegenwart freuen. Sie werden den Kopf zu Ihnen drehen, Beine und Arme bewegen, lächeln und erste, noch unverständliche Laute von sich geben.
Nach den ersten Untersuchungen erfolgt erst im dritten bis vierten Lebensmonat die nächste Kontrolle durch den Kinderarzt, die Sie unbedingt wahrnehmen sollten. Das Augenmerk liegt jetzt verstärkt auf der richtigen motorischen und geistigen Entwicklung Ihres Babys. Im Vordergrund steht die Untersuchung von Hüftgelenk, Nervensystem sowie von Hör- und Sehvermögen. Fehlhaltungen oder Abweichungen, die festgestellt werden, können jetzt nämlich oft noch erfolgreich behandelt werden. Während dieses Vorsorgetermins führt der Arzt meistens auch die sogenannte Grundimmunisierung durch. Zwar besteht in Deutschland keine Impfpflicht, eine Basisimpfung wird von Gesundheitsämtern und öffentlichen Stellen dennoch empfohlen. Meist wird bei Kindern mit Erreichen des dritten Lebensmonats eine Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Haemophilus influenzae Typ b (DPTHib), eine Hepatitis-B-Impfung sowie eine trivalente Poliomyelitis Schluckimpfung (OPV) durchgeführt. So ist Ihr Kind bestmöglich gegen Krankheiten wie Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung geschützt. Um diesen Schutz aufrecht zu erhalten, müssen die Impfungen immer wieder aufgefrischt werden. Hierzu stellt der Arzt einen Impfausweis aus, der ein Leben lang gepflegt werden sollte.