Mamis - Wichtig für mich

Stillen braucht Energie...

Nun sind Sie Mami – und Ihr Leben ist von heute auf morgen ein ganz anderes. Eins aber ändert sich auch für die nächsten Monate nicht: Wie in der Schwangerschaft ist Ihr Körper weiterhin ganz für die Versorgung Ihres Babys zuständig. Also jetzt nur keine Crashdiäten, um gleich wieder auf Ihr Ausgangsgewicht zu kommen! Denn so könnten Sie nicht nur eine Unterversorgung Ihres eigenen Körpers riskieren, sondern auch Ihrem Kind wichtige Nährstoffe vorenthalten.


Fasten verboten!


Essen Sie also ganz normal weiter und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Was viele Mamis nämlich nicht wissen: Weil das Stillen an ihrem Körper zehrt, benötigen Sie in dieser Zeit mehr Energie als noch während der Schwangerschaft!

...und ist einfach wunderschön.

Während des Stillens entsteht eine besondere emotionale Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Sollten Sie aus irgendeinem Grund nicht stillen können oder möchten, bedeutet das noch lange nicht, dass Ihnen diese Verbindung verwehrt bleibt. Auch wenn Sie mit dem Fläschchen füttern, können Sie Ihrem Baby ganz nahe sein: Sie können es umarmen, streicheln und liebevoll zu ihm sprechen. Nehmen Sie sich vor allem viel Zeit und denken Sie daran: Nicht nur die Nahrungsaufnahme steht für Ihr Baby im Vordergrund, sondern auch sein Bedürfnis nach Nähe. Gemeinsam legen Sie jetzt die Basis für eine ganz starke Verbindung...

Bei stillenden Mamis wird sich der Körper nach der Entbindung schon schnell wieder regenerieren. Beim Stillen nämlich wird Oxytocin abgegeben, was den Uterus schneller schrumpfen und die Nachblutungen nicht lange andauern lässt. Auch werden Sie eher zu Ihrem Gewicht aus der Zeit vor der Schwangerschaft zurückkehren: Die Fettgewebeablagerungen nämlich, die sich während der neun Monate der Schwangerschaft angesammelt haben, können nun für die Milchproduktion verwendet werden. Viele Mamis erzählen auch, Sie seien durch das Stillen ruhiger und geduldiger geworden.

Ein Wunder, diese Muttermilch: Sie ist randvoll mit Substanzen, die das Baby vor Infektionen schützen. Und Untersuchungen weisen darauf hin, dass gestillte Kinder im Erwachsenenalter weniger häufig an Kreislauferkrankungen oder an Diabetes leiden. Auch Übergewicht im Kindesalter oder in der Pubertät treten seltener auf. Einige Forschungen belegen sogar, dass das Stillen auch bei der Mutter das Risiko einer Erkrankung an Brust- oder Gebärmutterkrebs senkt.

Babys - Wichtig für mein Kind

Gene & Co.

Die Entwicklung jedes Babys hängt von einer Menge verschiedener Faktoren ab. Nicht nur die Vererbung, also die Gene sind wichtig, sondern auch die Umwelt, in der das Kind aufwächst. Erziehung, Förderung, soziale Kontakte – das alles spielt eine Rolle. Je besser Sie darum die Bedürfnisse und die Entwicklung Ihres Kindes verstehen, desto leichter wird Ihnen die Unterstützung und Förderung Ihres Kindes fallen!

Ist das Mamis Nase? Oder die von Oma?

Wenn bei der Befruchtung Eizelle und Samenzelle verschmelzen, entsteht eine neue Zelle, in der jedes Gen doppelt existiert. Man könnte also auf die Idee kommen, das Baby würde einfach zu gleichen Teilen die Gene seiner Eltern in sich tragen. Doch so einfach ist es nicht: Die Zelle, die hier heranwächst, ist nämlich etwas Neues, das es so noch nie gegeben hat!
Oft ist es so, dass in einem Gen-Paar die Erbinformation eines Elternteils dominiert, während die des anderen unterdrückt wird. Gene können sich jedoch nicht nur gegenseitig dominieren, sondern auch zusammenspielen und so die Erbinformation verstärken. Genauso möglich ist eine gegenseitige Wechselwirkung. Oder Gene, die bisher unterdrückt wurden, kommen in der nächsten Generation wieder zum Tragen. Darum trägt Ihr Baby beispielsweise Merkmale von Oma oder Opa, die Sie oder Ihr Partner gar nicht besitzen.

Der klitzekleine Unterschied

Im Vergleich zu unserem gesamten Erbgutsatz ist der Anteil der Gene, die über unsere Individualität entscheiden, ganz schön winzig: Er liegt gerade mal bei ungefähr einem Prozent! Die übrigen 99 Prozent der Erbinformation sind bei allen Menschen völlig identisch. Dennoch: Es genügen die kleinen Unterschiede, um jeden Menschen einzigartig zu machen. Blaue, braune oder grüne Augen? Groß oder klein, kräftig oder eher schmal? All das bestimmt unsere Erbinformation. Aber nicht nur Äußerlichkeiten können vererbt werden - auch Verhaltens-, Temperaments- und Begabungsunterschiede werden manchmal über Generationen weitergegeben. Das sollten auch Mamis und Papis bei der Erziehung nie ganz vergessen: Jedes Kind hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen. Darum wird jede Förderung auch auf natürliche Grenzen treffen, die man respektieren sollte.


1% unserer Erbsubstanz macht uns einzigartig


Die Vorsorgeuntersuchungen

Gerade in den ersten Lebensmonaten entwickelt sich Ihr Baby körperlich und geistig besonders rasant. Um diese Entwicklung überwachen und auch bei Abweichungen frühzeitig eingreifen zu können, sollten Sie unbedingt die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig besuchen. Wann genau diese Untersuchungen durchgeführt werden sollen, ist zeitlich festgelegt. Das deutsche Gesundheitssystem hat für jedes Kind insgesamt zehn solcher Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen. Dabei widmet sich jede Untersuchung einem eigenen Schwerpunkt. Einiges bleibt jedes Mal gleich: Ihr Kind wird gewogen und gemessen, die inneren Organe werden abgehört und abgetastet. Außerdem begutachtet der Arzt die Haut des Babys, überprüft die Geschlechtsteile und kontrolliert seine Reflexe sowie die motorische Entwicklung.

Die Kontrollen im ersten Jahr

Im ersten Jahr stehen insgesamt sechs Routineuntersuchungen auf dem Plan. Sie widmen sich besonders den Körperfunktionen Ihres Babys: Schon kurz nach der Geburt kontrolliert die Hebamme oder der Geburtshelfer Atmung, Reflexe, Herztöne sowie Hautfarbe des Neugeborenen. Eine Woche später wird diese Kontrolle wiederholt. Zusätzlich wird dem Säugling zum ersten Mal Blut abgenommen – und zwar aus der Ferse. So wird überprüft, ob sein Stoffwechsel auch einwandfrei funktioniert. Diese beiden Untersuchungen sollte Ihr Kind heute also schon hinter sich haben. Als nächstes steht ein Besuch beim Kinderarzt an – und das etwa 4 bis 6 Wochen nach der Geburt. Hier wird zum ersten Mal näher auf die familiäre Krankengeschichte eingegangen. Außerdem nimmt der Arzt besonders die Körperhaltung Ihres Babys in Augenschein. Per Ultraschall kann er kontrollieren, ob womöglich Fehlstellungen vorliegen, auf die man reagieren müsste. Auch bei dieser Untersuchung werden Körpergewicht und -länge sowie Kopfumfang Ihres Babys gemessen.


Merkliste: Alle Untersuchungen im Überblick
 
 


    
 
 
Fragen an Expertin Hebamme Antje Völsch